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21.01.2012 | Dennis Schulze

MIT Neukölln besichtigt Flughafenbaustelle

In 133 Tagen ist BER "ready for take-off"

Schlagzeilen hat der Flughafen Berlin-Brandenburg (kurz BER) in den vergangenen Monat in vielerlei Hinsicht produziert. Dabei ging es meistens um Flugrouten, Lärmschutz und Flüge in den Tagesrandzeiten. Die positiven Effekte für die wirtschaftliche Entwicklung Berlins gerieten dabei fast zur Nebensache. Grund genug für die MIT Neukölln sich 133 Tage vor der Inbetriebnahme über die Baustelle führen zu lassen.

Mitglieder und Freunde der MIT Neukölln lauschen gespannt den Erläuterungen zum neuen Flughafen Berlin Brandenburg
Berlin - Neukölln profitiert vom neuen Flughafen knapp südlich der Stadtgrenze dabei in besonderem Maße. Die zumindest gute Anbindung per Straße und die Nähe des Bezirks dürften auch dem Mittelstand im Neuköln zugute kommen.

So traf sich die MIT an einem ausgesprochen regnerischen 21. Januar an der airportworld in Schönefeld. Per Bus ging es zunächst zum Infotower der Großbaustelle. Vom Marketing der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH wurden uns an einem großen 3D Bild die wichtigsten Elemente des neuen Airports erklärt. Zu Beginn wird mit einer Nutzung durch 27 Mio. Fluggäste im Jahr gerechnet, ausbaufähig ist der Flughafen bis zu einer Kapazität von 40 Mio. Fluggäste. Eine weitere Start- und Landebahn ist dafür wohl nicht erforderlich. 

Anschließend ging es auf den Infotower von dem man trotz des schlechten Wetters eine gute Übersicht der östlichen Straßen- und Schienenanbindung und des Terminals hatte. Während über die A113 die Verkehrsanbindung nach Neukölln sehr gut ausgebaut ist, wurde über die fehlende Anbindung ans Berliner U-Bahn-Netz über die U7 diskutiert. Derzeit ist geplant. vom U-Bahnhof Rudow im 3-5 Minuten Takt eine Busanbindung zu realisieren. Da nur wenige Kilometer bis zum Flughafen Berlin Brandenburg zu überwinden sind, sollte eine umweltschonendere Anbindung über die Verlängerung der U7 ernsthaft in Betracht gezogen werden.

Nach diesen beiden theoretischen Teilen ging es dann im Bus am neuen Terminal vorbei und auch über die Rollwege und die südliche Start- und Landebahn (07R/25L) des neuen Flughafens, die mit 4 Kilometer Länge und 60 Meter Breite auch für die größten Verkehrsflugzeuge der Welt wie den Airbus A380 geeignet ist. Auf dem Vorfeld ist noch Platz für zwei weitere Terminal-Ausbaustufen zur Erhöhung der Fluggastkapazität, die Anbindung würde überirdisch über eine große Brücke an das Hauptterminal erfolgen. Daneben gibt es aber auch an den Seitenpiers noch Erweiterungsmöglichkeiten. 

Nach gut zwei Stunden endete die Besichtigungsfahrt am Ausgangspunkt. Dem Bautenstand nach zu urteilen, werden die noch verbleibenden 133 Tage sehr arbeitsreich werden, damit dann ab dem 3. Juni 2012 die Flugzeuge vom neuen Flughafen aus in alle Welt abheben können.

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aktualisiert von Dennis Schulze, 21.01.2012, 19:09 Uhr